Tod durch zu viel Arbeit: Reporterin stirbt nach 159 Überstunden

Im Alter von nur 31 Jahren ist eine japanische Radioreporterin an einer Herzattacke gestorben – nachdem sie 159 Überstunden in einem Monat geschoben hatte. In diesen vier Wochen hatte die Frau nur zwei Tage frei, bevor sie tot in ihrem Bett gefunden wurde.

Der Fall ereignete sich bereits im Juli 2013, wurde aber erst jetzt bekannt, weil die Arbeitsbehörden ihre Ermittlungen veröffentlichten. Ergebnis: Tod durch Überarbeitung. Der öffentlich-rechtliche japanische Rundfunksender NHK, bei dem die junge Frau gearbeitet hatte, kündigte daraufhin an, seine Arbeitsbedingungen verbessern zu wollen, wie unter anderem CNN berichtete.

Eigenes Wort für “Tod durch Überarbeitung”

Dabei sind krasse Arbeitsbedingungen in Japan nichts Ungewöhnliches. Für “Tod durch Überarbeitung” gibt es sogar ein eigenes Wort: “Karoshi”. Laut einer Studie der japanischen Regierung besteht bei gut einem Fünftel der Bevölkerung ein Risiko für einen stressbedingten, berufsbezogenen Tod. Fast 23 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass bei manchen Mitarbeitern 80 Überstunden oder mehr die Regel seien.

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